Bis zum Start Para Leichtathletik-EM Berlin 2018 (20.-26.08.2018) sind es nur noch knapp 50 Tage. Diesen Meilenstein haben die Organisatoren am vergangenen Wochenende gemeinsam mit dem IPC Para  Athletics Partner Allianz gebührend gefeiert. Aber auch einen weiteren Grund gab es zu feiern: das Maskottchen, der Para Panda, hat nun einen richtigen Namen.

Berlin, den 05.07.2018. Im Gegensatz zum, jetzt nur noch kleinen Sprung zur EM, plant Markus Rehm während des Events einen großen. Der Weitsprung-Weltrekordhalter ging bei der Pressekonferenz in schönster Kulisse vor dem Gebäude des Gastgebers Allianz Deutschland am Pariser Platz schon mal in Startposition zur Para Leichtathletik-Europameisterschaft 2018 und behielt seinen Weltrekord von 8,40m dabei stets im Auge. Denn Markus Rehm plant zur EM fest einen neuen Weltrekord ein und fiebert auf das sportliche Großereignis hin. Nach der Pressekonferenz hat er es sich nicht nehmen lassen, eine Botschaft an die Fans der Deutschen Paralympischen Mannschaft zu senden, die er auffordert ihn live an seinem Wettkampftag, dem 25. August 2018, bei seinem Rekordsprung im Stadion anzufeuern.

©Binh Truong

Sportstaatssekretär der Senatsverwaltung Inneres und Sport Aleksander Dzembritzki zeigte sich begeistert von den herausragenden Leistungen Rehms und betont die Bedeutung der Para Leichtathletik-EM für die Stadt Berlin: „damit die Welt sieht, dass Berlin eine Stadt ist, die inklusiven Sport kann, ist die Para Leichtathletik-EM für uns ein ganz wichtiger Baustein. Vor den herausragenden Leistungen im Para Sport ziehe ich ganz besonders den Hut.“ Katrin Kunert, Vizepräsidentin des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) bestätigte die Bedeutung der Para Leichtathletik-EM für Berlin und erklärte noch einmal, dass die Leistungen der Para Sportler*innen denen der nicht-behinderten Athlet*innen in nichts nachstünden. Der DBS sei stolz darauf, ein solch großes Event nach Deutschland geholt zu haben. Auch für das Maskottchen der EM „Para Panda“ war der 1. Juli ein ganz besonderer Tag auf dem Weg zur EM. In Zusammenarbeit mit der DGUV und der Unfallkasse Berlin hatten Berliner Grundschulen sechs Wochen lang die Möglichkeit, im Klassenverband einen Namen zu finden, der zu Para Panda passt. Aus zahlreichen Einsendungen hat das Organisationskomitee nun den besten Namen ausgewählt: Para Panda Max! Dieser absolut tolle Vorschlag kam von der 5b der Evangelischen Schule Lichtenberg.  Die Schüler*innen haben diesen Namen ausgewählt, weil alle internationalen Gäste der EM diesen Namen verstehen und aussprechen können und er ein weiblicher wie männlicher Name sein kann. Staatssekretär für Sport Herr Dzembritzki hat den Namen, gemeinsam mit der Gewinnerklasse, offiziell dem Para Panda überreicht. Max freut sich nicht nur, dass er endlich einen richtigen Namen hat, sondern auch darauf, die Gewinnerklasse noch einmal wiederzutreffen. Denn sie bekommen neben einem Klassensatz Kuschelpandas und Tickets für einen Tag der EM, auch ein Fotoshooting mit dem Panda. Ein tolles Erlebnis für die Klasse: sie durften nicht nur mit Markus Rehm vorm Brandenburger Tor posieren, sondern wurden von Vertreter*innen der Allianz gleich mit zur Pressekonferenz ins Allianz Forum eingeladen.

©Binh Truong

Außerdem fand am letzten Wochenende im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, wo auch 50 Tage später die EM stattfinden wird, der Grand Prix Para Leichtathletik statt. Dabei hatten deutsche und internationale Athlet*innen die letzte Gelegenheit, sich ihre Tickets zur EM zu lösen. Lindy Ave, Hoffnungsträgerin des Deutschen Paralympischen Teams sicherte sich an diesem Wochenende zusätzlich zu ihrer ohnehin schon erreichten Norm für 100m Sprint und Weitsprung nun auch die Norm im 200m Sprint. Damit darf die Mecklenburgerin bei der EM im August in insgesamt drei Disziplinen antreten. Ein weiteres Highlight war an diesem Wochenende die neue Para Leichtathletik-Disziplin „RaceRunning“. Linus Bade aus Berlin, der erst kürzlich in den Sport eingestiegen ist, wurde während des Grand Prix als erster und bisher einziger deutscher Athlet im RaceRunning klassifiziert und legte bei seinem ersten Rennen über 100m eine bemerkenswerte Zeit von 26,05 Sekunden auf die Bahn. Das große Ziel des 17-jährigen heißt „EM Berlin 2018“.

Der Grand Prix war gleichzeitig eine gelungene Generalprobe für das Organisationskomitee der EM und Startschuss für die heiße Phase- 50 Tage bis zur Para Leichtathletik-EM!