Zink zur Unterstützung der Regeneration

Zink zur Unterstützung der Regeneration

Das Spurenelement Zink ist ein elementarer Mineralstoff, der für unterschiedliche Prozesse im menschlichen Körper verantwortlich ist. So kann das Spurenelement zum Beispiel effektiv zur Regenerierung beitragen und für starke Abwehrkräfte sorgen. Ebenfalls unterstützt das Spurenelement den Stoffwechsel und sorgt auch für eine schnelle Abheilung von Verletzungen.

Leider kann unser Körper den überlebensnotwendigen Nährstoff nicht selbst produzieren. Also müssen wir darauf achten, die Versorgung mit diesem Nährstoff zur Regeneration durch zinkhaltige Lebensmittel zu gewährleisten.

Was bewirkt Zink in unserem Körper?

Was bewirkt Zink Wirkung Wirkungsweise

Das hochwirksame Spurenelement ist im menschlichen Körper nur in geringen Mengen vorhanden. Dennoch ist dieses Spurenelement von enormer Bedeutung. So ist es zum Beispiel an unterschiedlichen Stoffwechselprozessen beteiligt und sorgt dafür dass biochemische Prozesse optimal durchgeführt werden können. Auch die Produktion von Hormonen wird durch die Zinkaufnahme reguliert.

Das lebensnotwendige Spurenelement sorgt unter anderem dafür, dass wichtige Nährstoffe optimal verwertet werden können und unser Immunsystem aktiviert wird. Auch bei der Wundheilung ist eine optimale Zinkversorgung von großer Bedeutung, denn nur wer den Körper mit diesem Nährstoff durch den Verzehr von entsprechenden Lebensmitteln unterstützt, kann bei Erkrankungen oder Verletzungen schneller regenerieren.

Ebenfalls sorgt das lebenswichtige Spurenelement für
eine optimierte Aufnahme und Verstoffwechselung von weiteren Nährstoffen. Somit werden hochwertige Nährstoffe optimal vom Körper verwertet, was sich nicht nur durch ein starkes Immunsystem und gute Gesundheit zeigt, sondern auch durch strahlend schönes und kräftiges Haar und feste Nägel.

Für wen ist diese Ergänzung sinnvoll?

Da der Körper Zink nicht selbst produzieren kann, muss die Aufnahme über Lebensmittel erfolgen, die reich an diesem Spurenelement sind.  Einige Menschen sollten ganz bewusst auf eine erhöhte Aufnahme des Nährstoffes achten, so zum Beispiel Schwangere, Kinder im Wachstum Menschen die durch eine Erkrankung einen Zinkmangel aufweisen und Patienten die das Spurenelement zur regenerieren nach einer Erkrankung einsetzen möchten.

Patienten die unter einer Darmkrankheit, wie zum Beispiel Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa leiden, sollten unbedingt auf eine ausreichende Zinkversorgung achten, da das Spurenelement bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts meist nicht gut verwertet werden können. In Absprache mit dem behandelnden Arzt ist hier eine notwendige Maßnahme.

Ein Zinkmangel, der sich durch Haarausfall, anhaltende Müdigkeit, brüchige Nägel oder auch durch immer wiederkehrende grippale Infekte kann durch andauernden Stress, Darmerkrankungen, in erster Linie aber durch falsche Ernährung entstehen.

Wer die Aufnahme des Spurenelements nicht durch eine gesunde Lebensweise gewährleisten kann, kann durch hoch dosierte Zinkpräperate den Wert aufstocken. Besonders Vegetarier und Veganer müssen darauf achten, ihren Zinkbedarf durch Nahrungsergänzungsmittel zu decken, da das Spurenelement Zink durch pflanzliche Lebensmittel nur schlecht verwertet werden kann.

Unterstützt Zink die Regeneration?

Zink sorgt für die Teilung von Zellen und ist maßgeblich an der Produktion von rund dreihundert Enzymen beteiligt. Auch für ein optimiertes Immunsystem ist das lebenswichtige Spurenelement verantwortlich. Daher eignet sich dieser wertvolle Mineralstoff besonders gut zur Regenerierung nach Krankheiten oder Verletzungen.

Zink lässt nicht nur die Produktion von Testosteron ansteigen, dass für eine schnelle Bildung von Muskeln verantwortlich ist und somit schnell und effektiv eine Verletzung heilen kann. Auch kann das durch das Spurenelement optimierte Immunsysten zur Regeneration verhelfen.

Auch in der Schwangerschaft ist eine erhöhte Zinkaufnahme von großer Bedeutung. Das Spurenelement ist beim ungeborenen Kind unter anderem für das optimale Wachstum im Leib der werdenden Mutter verantwortlich. Während oder kurz nach einer Verletzung oder einer Krankheit, sollte also die Zinkaufnahme gewissenhaft geschehen, da dieser Nährstoff optimal zur Gesundung beitragen kann.

Was sollte man bei der Einnahme beachten?

Zink Einnahme Dosierung Anwender

Bei einem gesunden Menschen sind etwa zwei bis vier Gramm des wertvollen Spurenelements im Körper enthalten. Durch die regelmäßige Verstoffwechselung kann der Nährstoff jedoch nicht lange im menschlichen Körper gespeichert werden. Eine regelmäßige Versorgung durch Zinkhaltige Lebensmittel ist von großer Wichtigkeit.

Der Powernährstoff steckt vor allem in tierischen Lebensmittel wie Leber oder Rindfleich. Auch in Haferflocken und Käse steckt der Nährstoff in großen, vom Körper optimal verwertbaren Mengen , dass dem Körper regelmäßig durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zugeführt werden muss.

Wer seinen Bedarf an Zink zur Regenerierung ausschließlich durch gesunde Lebensmittel deckt, läuft keine Gefahr einer gefährlichen Überdosierung. Jedoch kann es bei einer falschen Einnahme von Zinkhaltigen Präparaten zu einer Überdosierung kommen, die langfristig gesundheitliche Schäden zur Folge haben kann.

Eine Überdosierung durch Zink macht sich vor allem durch Übelkeit und Durchfall bemerkbar. Wer langfristig die Höchstdosis von 25 mg durch Nahrungsergänzungsmitteln überschreitet, stört den Bluthaushalt, schwächt das Immunsystem und kann durch eine enorme Überdosierung sogar eine Vergiftung erleiden.

Sollten Sportler mehr Zink aufnehmen?

Sportlich aktive Menschen müssen ihren Zinkbedarf achtsam decken, denn durch einen sportlichen Lebensstil wird der Verbrauch von Zink deutlich erhöht. Da das Spurenelement enorm zur sportlichen Leistungssteigerung durch die Aktivierung von Hormonen beiträgt und zur Regeneration benötigt wird, ist ein hoher Bedarf für Sportlicher bekannt.

Da bei sportlicher Aktivität Nährstoffe über die Nieren sowie über Schweiß ausgeschieden wird, sollte ein Zinkpräparat für Sportler eingenommen werden.

Abschließende Worte

Zink ist ein lebensnotwendiger Nährstoff, der für zahlreiche biochemische Vorgänge im menschlichen Körper verantwortlich ist. Schon vor der Geburt ist für das ungeborene Kind eine gute Versorgung mit diesem Spurenelement von enormer Wichtigkeit.

Auch zur Optimierung des Immunsystems ist eine Aufnahme des überlebensnotwendigen Nährstoffes wichtig, denn dieses Spurenelement sorgt für starke Abwährkräfte und kann als echter Virenkiller agieren, sofern der Körper ausreichend mit dem Nährstoff versorgt wird.

Wer also nicht unter ständiger Müdigkeit leiden möchte und der nächsten Grippewelle ohne schnupfen und husten entkommen möchte, der sollte bei der Wahl der Lebensmittel darauf achten, dass durch die Ernährung ausreichend Zink aufgenommen wird.

Wen doch mit Schnupfen, Husten Heiserkeit oder sogar mit einer schweren Erkrankung erwischt wurde, der kann durch eine kurzfristig erhöhte Aufnahme mit Zinkpräparaten aktiv zur Regeneration beitragen.

Magnesium für eine optimale Leistungsfähigkeit Beitragsbild

Magnesium für eine optimale Leistungsfähigkeit

Magnesium ist einer der wichtigsten Mineralien in Ihrem Körper, denn er ist für zahlreiche Abläufe verantwortlich. Besonders hinsichtlich der Leistungsfähigkeit, denn ein Magnesiummangel kann dazu führen, dass Sie nicht Ihr volles Potenzial entfalten.

Das soll durch eine magnesiumreiche und ausgewogene Ernährung verhindert werden. Doch was tun, wenn das nicht reicht? Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine optimale Leistungsfähigkeit sicherstellen.

Was bewirkt Magnesium in unserem Körper?

Was bewirkt Magnesium

Im Körper erfüllt Magnesium viele lebenswichtige Funktionen. Besonders für die Muskelkontraktion ist der Mineralstoff unverzichtbar. Zugleich sorgt er für die Kommunikation zwischen Nerven- und Muskelzellen und beteiligt sich an der Herztätigkeit. Das ist auch der Grund, weshalb ein Magnesiummangel zu einer verringerten Leistungsfähigkeit führen kann.

Nicht zu vergessen ist, dass Sie den Mineralstoff für den Aufbau von Knochen und Zähnen benötigen. Natürlich hat das Spurelement noch wesentlich mehr Funktionen im Körper, wie den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel oder ein gesundes Herz-Kreislauf-System. Kommt es zu einem Magnesiummangel, nimmt nicht nur die Leistungsfähigkeit ab, sondern es können auch gefährliche Krankheiten folgen.

Was sollte man bei der Einnahme beachten?

Ist eine ausgewogene Ernährung nicht ausreichend, um Sie mit Magnesium zu versorgen, empfehlen wir die zusätzliche Einnahme. Der Tagesbedarf von Jugendlichen und Erwachsenen liegt bei etwa 300 bis 400 Milligramm. Nehmen Sie diese Dosis ein, stellen Sie sicher, dass alle lebenswichtigen Funktionen erhalten bleiben, wie der Stoffwechsel, das Nervensystem oder auch der Muskel- und Knochenaufbau.

Zu beachten ist, dass der Magnesiumbedarf von etlichen Faktoren abhängig ist, wie Ihrem Geschlecht, Gewicht, Körpergröße oder Alter. Auch die sportliche Aktivität spielt eine essenzielle Rolle. Wünschen Sie sich eine optimale Leistungsfähigkeit, müssen Sie genaustens auf Ihren Magnesiumbedarf achten.

Darum können wir pauschal nicht sagen, wie viel Sie einnehmen müssen. Beraten Sie sich am besten mit einem Arzt. Aufgepasst: Zu einer Überdosierung kann es nicht kommen. Überschüssige Magnesiummengen werden einfach wieder ausgeschieden.

Wieso führt Magnesium zu einer optimalen Leistungsfähigkeit?

Wünschen Sie sich eine gute Leistungsfähigkeit, unwichtig, in welcher Sportart, dürfen Sie nicht auf Magnesium verzichten. Der Grund ist, dass das Spurenelement im Körper den Laktat-Spiegel im Blut senkt. Laktat ist ein Stoffwechselprodukt, welches im Körper entsteht, wenn Sie sich sportlich betätigen oder auch anderweitig körperlich belastet werden.

Dabei führt Laktat dazu, dass die Muskelarbeit eingeschränkt wird. Ihre Leistung nimmt ab und Sie können nicht das erreichen, was Sie sich vorgenommen haben. Genau das verhindert das Mineral, denn es senkt den Laktat-Spiegel und verhindert somit die Einschränkung der Muskelarbeit. Gleichzeitig stärkt es aber auch das Immunsystem und dient als Antioxidativ, welches Sie gegen Krankheiten schützt. Insofern bleiben Sie fit und gesund.

Für wen ist diese Ergänzung sinnvoll?

Magnesium Nahrungsergänzungsmittel Sportler

Nicht jeder Mensch muss Magnesiumpräparate einnehmen, denn oftmals wird eine ausreichende Menge über die Nahrung aufgenommen. Dennoch gibt es einige Personengruppen, die darauf nicht verzichten sollten. In erster Linie Sportler, die eine optimale Leistungsfähigkeit erbringen möchten. Wie bereits erwähnt, spielt Magnesium eine essenzielle Rolle bei sportlichen Betätigungen.

Liegt ein Magnesiummangel vor, erbringen Sie schlechte Leistungen. Doch nicht nur die Leistungsfähigkeit leidet darunter, sondern der gesamte Körper. Der Grund ist, dass Sie jetzt etwas tun, über die Grenzen des Körpers hinaus. Dadurch wird er deutlich mehr belastet, da er nicht den nötigen “Treibstoff” für die Leistung aufbringen kann.

Besonders über Jahre hinweg zeigt sich das in vermehrten Verletzungen, Krankheiten oder auch dem Totalausfall. Zusätzlich sollten Diabetiker nicht auf Magnesium verzichten, denn es wird vermehrt über den Urin ausgeschieden. Daher entsteht ein Mangel, der den Körper negativ beeinflusst.

Jedoch sollten sich Diabetiker nicht selbst diagnostizieren, sondern einen Fachmann an die Sache lassen. Nur, wenn ein Magnesiummangel festgestellt wurde, können Ergänzungen eingenommen werden. Ansonsten ist es üblich, dass Männer etwas mehr einnehmen müssen, meist 350 bis 400 Milligramm pro Tag. Damen liegen bei etwa 300 bis 390 Milligramm.

Sollten Sportler mehr Magnesium einnehmen?

Ob Sportler mehr Magnesium einnehmen müssen, hängt von den eigenen sportlichen Leistungen ab. Das bedeutet, nicht jeder Sportler leidet unter einem Magnesiummangel. Teilweise können Sie durch eine abwechslungsreiche, ausgewogene und auf Sie zugeschnittene Ernährung erreichen, dass Ihnen genug des Minerals zugeführt wird. Dennoch sollten Sie sichergehen und sich von Zeit zu Zeit untersuchen lassen.

So kann frühzeitig ein Magnesiummangel festgestellt werden. Sollte das der Fall sein, können Sie Präparate einnehmen. Wichtig ist, dass Sie hochwertige Produkte wählen. Achten Sie immer auf die Angaben, wie viel Magnesium enthalten ist. Es gibt dabei massive Unterschiede.

Wie viel Sie zuführen müssen, hängt von diversen Faktoren ab. Umso besser, wenn Sie sich vorher mit einem Arzt beraten. Er kann auf die vielen kleinen Faktoren eingehen und somit sicherstellen, dass Sie die perfekte Magnesiummenge einnehmen.

Abschließende Worte

Magnesium ist einer der wichtigsten Bausteine in unserem Körper, weshalb Sie auf die perfekte Zufuhr achten müssen. Nehmen Sie zu wenig ein, bemerken Sie schon bald die ersten Symptome. Zum Beispiel kommt es zu nächtlichen Wadenkrämpfen oder allgemeinen Krämpfen, die Muskeln sind verspannt und beginnen zu zucken und es kann auch zu einem Taubheitsgefühl in Finger und Füßen kommen.

Schnell bemerken Sie, dass das Mineral vor allem etwas mit den Muskeln und deren Abläufen zu tun hat. Deshalb ist eine ausreichende Magnesiummenge für eine optimale Leistungsfähigkeit unverzichtbar. Nehmen Sie zu wenig des Spurenelements auf, können Sie nicht die volle Leistung erbringen. Der Grund ist, dass Ihre Muskeln nicht ausreichend versorgt werden und deshalb zu krampfen beginnen.

Auch eine Einschränkung der Muskelfähigkeit ist vollkommen normal. Deshalb sollten Sie ausreichende Magnesiummengen aufnehmen, wie in Form von Präparaten. Beraten Sie sich aber vorher mit einem Fachmann, der Ihnen sagen kann, ob Sie weitere Zusätze benötigen oder nicht. Immerhin muss die Menge an Magnesium perfekt auf Ihren Bedarf zugeschnitten werden.

Fairness im Behindertensport: Klassifizierung erklärt.

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Wie wird eigentlich die Fairness im Behindertensport bewahrt? 

Im Sport für Menschen mit Behinderung sind die Unterschiede bei den jeweiligen Voraussetzungen zur Ausübung einer Sportart besonders individuell und vielfältig, jeder Athlet hat eine andere Beeinträchtigung, die unterschiedliche Auswirkungen auf die Ausübung seiner Sportart hat. Wie also stellt man im Behindertensport Gerechtigkeit und Vergleichbarkeit her?

Genau zu diesem Zweck wurde vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) für die paralympischen Sportarten ein umfangreiches Klassifizierungssystem entwickelt. Athleten werden also klassifiziert, das heißt in unterschiedliche Wettkampfklassen eingeteilt. Ziel ist es, den einseitigen und berechenbaren Wettkampf zu vermeiden, bei dem immer der am wenigsten beeinträchtigte Athlet gewinnt. Insgesamt gibt es in der internationalen Leichtathletik 52 Wettkampfklassen.

Es gibt nach der Definition des paralympischen Klassifizierungssystems drei Arten von Behinderung: körperliche, geistige und Sehbehinderung. Für die körperliche und geistige Behinderung werden zusätzlich zu medizinischen Befunden und psychologischen Tests funktionelle sportartspezifische Untersuchungen durchgeführt. Die Klassifizierung von Athleten mit einer Sehbehinderung erfolgt nicht sportartspezifisch, sondern auf der Grundlage des betreffenden medizinischen Befundes, übergreifend für alle Sportarten und Disziplinen. Diese Einteilung ähnelt in gewisser Weise der Gruppierung von Athleten nach Alter, Geschlecht oder Gewicht. Allerdings werden im Para Sport die Athleten nicht nach den klassischen Merkmalen Alter, Geschlecht oder Gewicht eingeteilt, sondern nach dem Grad der durch die Behinderung bedingten Bewegungseinschränkung.

Verschiedene Sportarten erfordern von den Athleten verschiedene Bewegungen, wie z.B.: Sprinten, Rollstuhlfahren oder Springen. Die Auswirkungen der Behinderung auf die einzelnen Sportarten sind stets unterschiedlich. Daher ist die Klassifizierung immer sportartspezifisch.

Die Athleten werden von Klassifizierern klassifiziert, die in einem Klassifizierungsgremium von zwei oder drei Personen zusammenarbeiten. Die Klassifizierer sind vom IPC ausgebildet und müssen den Athleten mindestens alle zwei Jahre, oder wenn sich der Gesundheitszustand eines Athleten verändert, neu bewerten. Dabei wird der Einfluss der Behinderung auf die Ausübung der jeweiligen Sportart bewertet. Vor den meisten Wettkämpfen, wie auch vor der EM 2018 in Berlin, finden solche Klassifizierungen statt.

Folgende drei Fragen müssen sich die Klassifizierer stellen:

  1. Hat der Athlet eine berechtigte Beeinträchtigung für diese Sportart?
  2. Erfüllt die Beeinträchtigung des Athleten die Mindestanforderungen der Sportart?
  3. Welche Wettkampfklasse beschreibt die Aktivitätsbeschränkung des Athleten am genauesten?

 

Jede paralympische Sportart definiert in ihren Klassifizierungsregeln, für welche Behindertengruppen sie sportliche Möglichkeiten bietet. Während einige Sportarten alle Arten von Beeinträchtigungen beinhalten (z.B. Leichtathletik, Schwimmen), sind andere Sportarten spezifisch für eine Art von Beeinträchtigung (z.B. Goalball für Menschen mit Sehbehinderung) oder eine Auswahl von Beeinträchtigungen (z.B. Reiten, Radfahren).

Wenn ein Athlet für eine Sportart in Frage kommt, beurteilt das Klassifizierungsgremium, in welcher Klasse der Athlet antreten wird. Eine Wettkampfklasse fasst Athleten mit einer ähnlichen Aktivitätsbeschränkung für den Wettkampf zusammen, so dass sie gleichberechtigt antreten können.

Das bedeutet wiederum, dass die Wettkampfklassen von Sportart zu Sportart unterschiedlich sind. Es bedeutet auch, dass eine Wettkampfklasse nicht unbedingt Athleten mit der gleichen Behinderung umfasst. Wenn unterschiedliche Behinderungen ähnliche Aktivitätseinschränkung verursachen, dürfen und müssen Athleten mit diesen Behinderungen gegeneinander antreten. Deswegen dürfen z.B. beim Rennrollstuhl-Rennen Athleten mit Querschnittslähmung und Beinamputationen gegeneinander antreten. Sie weisen zwar nicht die gleiche Behinderung auf, ihre Behinderungen haben aber einen ähnlichen Einfluss auf die Bewegungsabläufe beim Rennrollstuhlfahren.

 Hier eine Übersicht über die verschiedenen Wettkampfklassen

ATHLETEN MIT SEHBEHINDERUNGEN / BLIND

T/F 11 Blind

T/F 12 Hochgradig sehbehindert

T/F 13 Sehbehindert

ATHLETEN MIT INTELLEKTUELLER BEEINTRÄCHTIGUNG

T/F 20 Geistige Behinderung

T/F ATHLETEN MIT CEREBRALER BEWEGUNGSSTÖRUNG

bspw. Spastik, Athetose oder Ataxia

T/F 31 Sehr schwere Spastik und/oder Athetose an allen

Extremitäten – Rollstuhlnutzung

T/F 32 Schwere Spastik und/oder Athetose an allen Extremitäten – Rollstuhlnutzung

T/F 33 Mittlere Spastik an allen Extremitäten – Rollstuhlnutzung

T/F 34 Mittlere Spastik; vorwiegend in den unteren Gliedmaßen – Rollstuhlnutzung

T/F 35 Mittlere Spastik in den unteren Gliedmaßen – Keine Rollstuhlnutzung

T/F 36 Mittlere Athetose oder Ataxie.

T/F 37 Hemiplegie (Spastik in einer Körperseite)

T/F 38 Beeinträchtigung in einer Extremität

T/F AMPUTIERTE UND LES AUTRES (OHNE BEINPROTHESENNUTZUNG)

T/F 40 Kleinwüchsige Männer unter 1.30m; kleinwüchsige Frauen unter 1.25m

T/F 41 Kleinwüchsige Männer unter 1.45m; kleinwüchsige Frauen unter 1.37m

T/F 42 Beeinträchtigung der Hüfte und/oder Kniegelenk ein- oder beidseitig

T/F 43 Beidseitige Sprunggelenks- oder Unterschenkeleinschränkung

T/F 44 Einseitige Sprunggelenks- oder Unterschenkeleinschränkung

T/F 45 Doppeloberarmverlust; Doppelunterarmverlust

T/F 46 Oberarmverlust oder Unterarmverlust

T 47 Verlust einer Hand oder Teile des Unterarms

T/F ROLLSTUHLFAHRER (BPSW. MIT QUERSCHNITTLÄHMUNG)

Fahrdisziplinen

T 51 Tetraplegiker mit schlechter Arm- und Schulterfunktion

T 52 Tetraplegiker mit guter Arm- und Schulterfunktion

T 53 Paraplegiker mit schlechter Rumpffunktion

T 54 Paraplegiker mit guter Rumpffunktion

Wurfdisziplinen

F 51 Tetraplegiker mit schlechter Arm- und Schulterfunktion

F 52 Tetraplegiker mit guter Arm- und

F 53 Tetraplegiker mit guter Arm-, Schulter- und Fingerfunktion

F 54 Paraplegiker mit schlechter Sitzbalance

F 55 Paraplegiker mit fast normaler Sitzbalance

F 56 Paraplegiker mit guter Sitzbalance/inkomplette Lähmungen

F 57 Paraplegiker mit Rest-Beinfunktion oder einseitig/beidseitig, Oberschenkelamputierte bzw. Beinverkürzungen

T/F BEINAMPUTIERTE MIT PROTHESEN

T/F 61 Doppeloberschenkelverlust mit Prothesen oder

Ober- und Unterschenkelverlust mit Prothesen

T/F 62 Doppelunterschenkelverlust mit Prothesen

T/F 63 Oberschenkelverlust mit einer Prothese

T/F 64 Unterschenkelverlust mit einer Prothese